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Fischer sieht das Positive
Chef des WM-Organsiationskomitees glaubt Garmisch-Partenkirchen gerüstet: „Wir bewegen uns auf hohem Niveau“
Viel Lob und ein bisschen Tadel gab es. Nach dem Probelauf beim alpinen Weltcup-Finale fühlt sich der Deutsche Ski-Verband (DSV) gut gerüstet für die Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen im kommenden Jahr. „Die Generalprobe ist weitestgehend gelungen, auch wenn das nicht heißt, dass es keinen Verbesserungsbedarf gibt“, sagt DSV-Präsident Alfons Hörmann. Die beim Saisonfinale aufgetretenen Mängel sollen bis zu den Titelkämpfen vom 7. bis 20. Februar 2011 abgestellt sein. Auch Peter Fischer weiß,dass nicht alles rund gelaufen ist. „Allerdings suche ich nicht das Negative, sondern sehe das Positive. 90 Prozent waren gut, zehn Prozent nicht.“ Der Geschäftsführer des WM-Organisationskomitees und Vorsitzender des Ski-Clubs Garmisch ist sich sicher, „dass wir uns auf einem hohen Niveau bewegen. Die Mankos, die noch bestehen, werden wir abstellen“. Wichtig waren ihm die Rückmeldungen der Sportler, der Mannschaftsführer und der Technischen Delegierten des Internationalen Skiverbands (FIS). „Die bewegten sich alle im grünen Bereich.“ Besonders die Arbeit seines Team stellt Fischer heraus. Zwar ist er die Galionsfigur der WM, steht in der Öffentlichkeit,
er ist sich aber bewusst,dass ohne die vielen freiwilligen Helfer alles nichts wäre. 420 Männer und Frauen des SC Garmisch plus 80 Volunteers arbeiteten hinter den Kulissen. „Ohne die wäre es uns nicht gelungen, innerhalb von fünf Tagen neun Rennen durchzuziehen – und das Mitte März.“ Er würde sich wünschen, dass deren Engagement mehr gewürdigt wird, „auch innerhalb des Ortes. Was sie für Garmisch-Partenkirchen leisten, ist enorm.“ Registriert hat er in dieser Hinsicht auch die Kritik von DSV-Alpin-Direktor Wolfgang Maier, der neben der Damenstrecke auch mit der Pistenpräparierung
nicht ganz einverstanden war. „Man muss sehen, dass man die noch besser hinkriegt. Das sind Kleinigkeiten, aber trotzdem muss man sie ganz offen betrachten, weil bei der WM noch einmal eine ganz andere Fokussierung auf Garmisch-Partenkirchen und auf die Organisation ist als bei einem Weltcup-Finale.“ Fischer hat die Bemerkungen Maiers mitbekommen – allerdings aus zweiter Hand. Er sei offen für jede Art der Kritik, „wenn sie sachlich bleibt“. Mancher Entscheider muss dabei allerdings in der vergangenen Woche übers Ziel hinausgeschossen sein. Es flossen Tränen und es
soll Rücktritte gegeben haben.Feuerwehrmann musste Fischer spielen und dabei viele Brände löschen. Dabei soll es ihm gelungen sein, verdiente Mitarbeiter zum Rücktritt vom Rücktritt zu bewegen.Und auch von der FIS bekam er Knüppel zwischen die Beine geworfen. Der Internationale Ski-Verband wollte kurzfristig die Siegerehrungen am Freitag und Samstag im Michael- Ende-Kurpark – ebenfalls Generalprobe für die WM – absagen. Erst nach heftiger Intervention konnte Fischer diese durchsetzen. Er sieht sich in seiner Hartnäckigkeit bestätigt. „Für die Athleten war es eine Belohnung und absolut-WM-würdig.“ Nachholbedarf besteht allerdings in Sachen Verkehr und bei der Polizei. Am Sonntag sperrten die Ordnungshüter – die meisten davon aus Rosenheim weil die Federführung nicht mehr in Garmisch-Partenkirchen, sondern beim Präsidium Oberbayern Süd
liegt – die Kreuzeckbahnstraße und schickte die Autofahrer wieder zurück. Parken war auf den aufgeweichten Wiesen unmöglich. Allerdings gab’s weder an der St.-Martin-Straße noch an der Zugspitzstraße Hinweisschilder, die auf die Situation aufmerksam machten. Bei der WM wird der Individual-Verkehr Richtung Strecken allerdings nur sehr eingeschränkt laufen. Die Zuschauer sollen dann per Shutt le an die Pisten gebracht werden. Verärgerte Besucher hatte es auch beim Slalom am Samstag gegeben. Zuschauer, die Karten für die Tribüne gekauft hatten, wurde zum ersten Durchgang der Zutritt verwehrt. Begründung der Ordner: Die Zuschauerränge seien überfüllt. Was aber nicht richtig war. Zahlreiche Fans hatten die Aufgänge blockiert,weil sie ihre Plätze nicht einnahmen.
Als Fischer davon erfuhr, erhielt ein Teil der erbosten Fans die Erlaubnis zum Besuch des VIP-Zelts.
Artikel Garmischer Tagblatt 15.03.10
Artikel:GAP Tagblatt 16.03.2010
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003_GP_1_0_160310.pdf (372 kB)
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