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Ski Club Garmisch

JURA City - Biathlon, 13. Internationaler JURA City - Biathlon

News

05
Mär.10

EMPFANG FÜR MIRIAM GÖSSNER

Ein Abend der großen Gefühle

Der Silbermedaillengewinnerin von Vancouver fliegen die Sympathien und die Herzen zu.

VON PETER REINBOLD Garmisch-Partenkirchen –
Sie ist everybody’s darling, jedermanns Liebling – nicht erst seit dem Gewinn der Silbermedaille mit der deutschen 4x5-Kilometer-Damenstaffel bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver.
Miriam Gössner ist ein herzlicher und natürlicher Mensch, den man einfach gern haben muss. Sie strahlt Lebensfreude aus, besitzt ein gewinnendes Lachen, ist einfach das nette Mädchen von nebenan,
das sich jede Mutter als Freundin oder Frau für ihren Sohn wünscht. Der 19-Jährigen flogen auch am Mittwochabend die Herzen der Mitglieder des Ski-Clubs Garmisch zu, als sie in der Bayernhalle vor fast 300 geladenen Gästen für ihren sportlichen Erfolg geehrt wurde und Lobeshymnen von allen Seiten auf sie einprasselten. Die, die ihr am meisten zu Herzen gingen, kamen von Schwester Christina, die eine sehr persönliche Laudatio hielt. Im Verlauf der kurzen Rede flossen beim Miriam Gössner die Tränen, anschließen fielen sich die beiden jungen Frauen in die Arme und rührten mit ihren ungekünstelten Emotionen die Herzen. Auch SCG-Vorsitzender Peter Fischer, der mit seinem Team die Feier innerhalb kurzer Zeit organisiert hatte und der nach außen hin eher unterkühlt wirkt, konnte seine großen Gefühle nicht verbergen. „Ich bin stolz, dass ich das erleben darf. Für mich persönlich ist es einer der schönsten Momente in meinem Leben.“ Als Geschenk ihres Clubs erhielt Gössner ein Porträt, das ein Partenkirchner Maler erstellt hatte. Zur perfekten Inszenierung gehörte auch der Auftritt von Mirl Buchner, die bei den Olympischen Spielen 1952 in Oslo Silber in der Abfahrt und Bronze im Slalom und im Riesenslalom gewonnen hatte – ebenfalls für den SC Garmisch startend. Eine Begegnung der ganz besonderen Art für Gössner: „Ich bin froh, dass ich sie kennenlernen darf.“ Die 86-Jährige, die seit fünf Jahren nicht mehr Ski gefahren ist, weil sie ein künstliches Hüftgelenk bekommen hat, probierte nie Langlauf aus. „Ich bin lieber runtergefahren“, sagt Buchner. Viel Zeit, mit Freunden, Bekannten in Erinnerungen zu schwelgen und das gute bayerische Essen– Fischer ließ Pfannenkuchen-suppe, Kalbsbraten und eine Nachspeise kredenzen – zu genießen, blieb Miriam Gössner nicht. Am Montag war sie aus Vancouver zurückgekommen – wegen des Jetlags konnte sie nicht schlafen und vertrieb sich deshalb die Zeit mit Wäsche waschen – ging’s gestern Früh schon wieder weiter. Im finnischen Lahti stehen mit einen Duathlon und einer Staffel schon wieder Weltcup- Rennen auf dem Programm. „Was ich laufen werde, weiß ich noch nicht“, sagt Gössner. Langlauf-Bundestrainer Jochen Behle hat darüber aber bereits entschieden. Er kam mit Biathlon-Chefcoach Uwe Müssiggang überein, „dass Miriam auf alle Fälle noch die restliche Weltcup-saison bei den Langläufern bleibt. Es würde nun wirklich keinen Sinn machen, wenn sie noch einmal für drei Wochen zum Biathlon zurückwechselt, nachdem sie zuletzt nicht mehr Schießen trainieren konnte. Sie wird deshalb in Lahti auch zum ersten Mal klassisch laufen.“ Ein Beschluss, den die 19-Jährige mitträgt. Die Zeit bei den Langläuferinnen habe ihr ausnehmend gut gefallen, „die Mädchen sind alle sehr nett und wir haben viel Spaß“. Ihr Herz schlägt aber immer noch stärker fürs Biathlon. Und die Tendenz, dorthin zurück zukehren ist groß. „Biathlon liegt mir am Herzen“, betont sie. Sie wisse, dass sie Schießen könne. „Das werde ich allen beweisen, die das Gegenteil behaupten. Wenn es in den nächsten zwei Jahren nicht klappt, kann ich ja immer noch wechseln. Ich werde meinen Weg schon finden“, meint sie. Zu einer schnellen Entscheidung rät ihr Heim-trainer Bernhard Kröll. „In meinen Augen geht’s nicht mehr, dass sie zweigleisig fährt.“ Er glaubt, dass sie das Potenzial besitzt, auch im Biathlon Karriere zu machen. „Läuferisch hat sie das ganz bestimmt drauf.“ Nach Ende der Saison will er sich mit Gössner zusammensetzen und das Problem diskutieren. „Den Entschluss, was sie tut, muss sie allerdings ganz alleine treffen“, sagt Kröll. Es wird bestimmt der richtige sein.
Quelle: GAP-Tagblatt v.05.03.2010 FOTOS (5): BSE-PICTURES

„Miri gleitet durch den Schnee, flink wie eine Zauberfee.“
DAS LIED VON BIENE MAJA, GESUNGEN VON KINDERN DES SC GARMISCH, ERHIELT EINEN NEUEN TEXT – GANZ UND GAR AUF MIRIAM GÖSSNER GEMÜNZT


Empfang Miriam Gössner / Artikel GAP Tagblatt
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"Professionelle Strukturen bei der Nummer eins im Nachwuchs"

Artikel im Garmisch-Partenkirchner Tagblatt vom 28.07.2010

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